Die Chargennummer ist nur eine kurze Zeichenfolge auf dem Etikett. Dennoch entscheidet sie im Ernstfall darüber, ob Sie zehn Kartons zurückholen oder die gesamte Ware. Sie verbindet nämlich jedes Gebinde mit dem Tag, der Anlage und den Rohstoffen seiner Herstellung. In diesem Beitrag erklären wir deshalb, was dahintersteckt und wie die Nummer bei der Abfüllung auf Ihr Produkt kommt.
Was ist eine Chargennummer?
Eine Charge ist die Menge eines Produkts, die unter gleichen Bedingungen hergestellt oder abgefüllt wurde. Die Chargennummer kennzeichnet diese Menge eindeutig. Häufig heißt sie auch Losnummer oder LOT, denn alle drei Begriffe meinen dasselbe. Hintergründe zum Begriff finden Sie im Artikel zum Los in der Produktion.
Warum die Kennzeichnung Pflicht ist
Für viele Produktgruppen schreibt der Gesetzgeber die Angabe vor. Kosmetik braucht sie zum Beispiel auf Behältnis und Verpackung. Auch Biozide und Lebensmittel müssen sich einer Charge zuordnen lassen. Darüber hinaus verlangen Händler die Angabe meist in ihren Lieferbedingungen. Ohne sie nimmt der Handel Ihre Ware daher oft gar nicht an.
Der wichtigste Grund ist jedoch die Rückverfolgbarkeit. Falls ein Rohstoff fehlerhaft war, grenzen Sie die betroffenen Gebinde sofort ein. Dadurch bleibt ein Rückruf klein und bezahlbar.
So kann eine Chargennummer aufgebaut sein
Eine feste Vorgabe für den Aufbau gibt es nicht. Wichtig ist nur, dass die Nummer eindeutig ist. In der Praxis haben sich folgende Bausteine bewährt.
- Produktionsdatum, zum Beispiel als Jahr und Kalenderwoche
- Laufende Nummer des Auftrags
- Kürzel für Anlage oder Schicht
- Kennung des Produkts
Ein Vorsatz wie L oder LOT zeigt zudem, dass es sich um die Charge handelt. Halten Sie die Nummer außerdem möglichst kurz, damit sie auch auf kleinen Etiketten lesbar bleibt.

Charge und Haltbarkeit gehören zusammen
Neben der Charge steht oft das Mindesthaltbarkeitsdatum. Beide Angaben entstehen im selben Schritt, weil sie vom Tag der Abfüllung abhängen. Bei Kosmetik reicht hingegen häufig das Symbol mit dem offenen Tiegel, sofern das Produkt länger als 30 Monate haltbar ist.
So kommt die Nummer auf das Produkt
Druck auf das Etikett
Am häufigsten drucken wir die Angaben direkt beim Etikettieren auf. Dafür braucht Ihr Etikett ein freies Feld in passender Größe. Planen Sie dieses Feld deshalb schon im Layout ein.
Druck auf Gebinde und Karton
Alternativ steht die Nummer direkt auf der Flasche oder auf dem Boden. Zusätzlich kennzeichnen wir Faltschachtel und Versandkarton. So lässt sich die Ware auch im Lager schnell zuordnen.
Was wir bei Erkol Fill dokumentieren
Zu jeder Charge halten wir fest, welches Füllgut und welche Packmittel wir verwendet haben. Außerdem dokumentieren wir Füllmengen und Prüfungen. Diese Unterlagen bewahren wir auf, damit sich jede Lieferung später nachvollziehen lässt. Grundlage dafür ist unser Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001. Mehr dazu lesen Sie auf der Seite Zertifizierte Lohnabfüllung.
Tipps für Ihre Planung
Legen Sie den Aufbau der Nummer früh fest und teilen Sie ihn uns mit der Bestellung mit. Klären Sie zudem, ob Ihr Handelspartner eigene Vorgaben hat. Prüfen Sie schließlich am Muster, ob der Druck gut lesbar und wischfest ist.
Wie die Abfüllung insgesamt abläuft, zeigt unser Beitrag zur Lohnabfüllung. Haben Sie Fragen zu Ihrem Produkt? Schreiben Sie uns, damit wir die passende Lösung finden.


