Rezyklat macht aus gebrauchtem Kunststoff neue Flaschen und Kanister. Immer mehr Marken setzen deshalb auf recycelte Verpackungen, zumal Handel und Verbraucher danach fragen. Der Umstieg gelingt jedoch nicht bei jedem Produkt auf Anhieb. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen daher, was das Material kann und wo seine Grenzen liegen.
Was ist Rezyklat?
Der Begriff bezeichnet Kunststoff, der aus Abfällen zurückgewonnen wurde. Sammelbetriebe sortieren die Verpackungen zunächst nach Material. Anschließend werden sie zerkleinert, gewaschen und zu neuem Granulat verarbeitet. Daraus entstehen schließlich neue Gebinde. Eine Einführung bietet der Artikel zu Rezyklat.
Fachleute unterscheiden zwei Quellen. PCR stammt aus Verpackungen, die Verbraucher bereits benutzt haben. PIR fällt dagegen als Rest in der Industrie an. Für die Umweltbilanz zählt vor allem PCR, weil es echte Abfälle im Kreislauf hält.
Welche Kunststoffe gibt es recycelt?
Am weitesten verbreitet ist rPET, das vor allem aus Getränkeflaschen stammt. Es ist klar und eignet sich daher gut für transparente Flaschen. Hinzu kommt rHDPE, das meist für Flaschen und Kanister im Bereich Reinigung dient. Es ist allerdings selten rein weiß, sondern eher grau oder leicht gefärbt.

Vorteile für Ihre Marke
Recycelter Kunststoff spart neues Rohöl und senkt somit den CO2-Fußabdruck der Verpackung. Außerdem zeigt Ihre Marke sichtbar Verantwortung. Viele Händler erwarten inzwischen Angaben zum Anteil an recyceltem Material. Zudem bereiten Sie sich auf kommende Regeln vor, denn die EU-Verpackungsverordnung sieht ab 2030 Mindestanteile für Kunststoffverpackungen vor.
Wo Rezyklat an Grenzen stößt
Trotz aller Vorteile verhält sich das Material anders als Neuware. Folgende Punkte sollten Sie deshalb kennen.
- Farbe und Transparenz schwanken von Lieferung zu Lieferung.
- Ein leichter Eigengeruch ist möglich.
- Die Verfügbarkeit hängt vom Markt ab und der Preis liegt teils über Neuware.
- Bei Kosmetik muss die Verpackung in die Sicherheitsbewertung einfließen.
- Nicht jedes Material verträgt sich mit jedem Füllgut.
Oft ist daher ein Anteil von 30 oder 50 Prozent der bessere Einstieg als eine Flasche aus 100 Prozent Rezyklat.
Was bedeutet das für die Abfüllung?
Für die Anlage spielt die Herkunft des Kunststoffs kaum eine Rolle, solange die Maße stimmen. Dennoch prüfen wir jede neue Flasche vorab mit Mustern. Dabei achten wir zum Beispiel auf Standfestigkeit, Dichtheit und das Verhalten beim Verschließen. Zusätzlich empfehlen wir einen Lagertest mit Ihrem Produkt, damit sich Füllgut und Verpackung auch nach Monaten noch vertragen.
So gehen Sie den Umstieg an
Zunächst klären Sie, welcher Anteil für Ihr Produkt sinnvoll ist. Danach fordern Sie Muster an und testen die Verträglichkeit. Anschließend passen Sie bei Bedarf das Etikett an, weil die Flasche dunkler ausfallen kann. Schließlich starten Sie mit einer kleinen Serie und sammeln Erfahrungen, bevor Sie das gesamte Sortiment umstellen.
Verpackung und Abfüllung aus einer Hand
Gemeinsam mit unserem Partner Logo-Plastic stimmen wir Gebinde und Abfüllung aufeinander ab. Dadurch erhalten Sie Flasche, Verschluss und Abfüllung aus einer Hand. Mehr dazu finden Sie auf der Seite zur Kooperation mit Logo-Plastic und im Beitrag zur Lohnabfüllung.
Sie möchten Ihre Verpackung umstellen? Sprechen Sie uns an, damit wir gemeinsam die passende Lösung finden.


